"Wir geben zu keine Macht über andere Menschen zu haben........." (aus dem 12 Schritte Programm der anonymen Beziehungssüchtigen
Unser Angebot richtet sich an Menschen, die sich von Co-Abhängigkeit betroffen fühlen oder gefährdet sind und die die Bereitschaft mitbringen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Was ist mit Co-Abhängigkeit gemeint? Ein anderer umfassender Begriff für C-Abhängigkeit ist Beziehungssucht. Hier besteht in der Mehrzahl der Fälle keine Abhängigkeit von Drogen, Alkohol oder anderen Subtanzen, aber die Abhängigkeit und damit das Problem ist in vielen Fällen ähnlich groß.
Die Beziehungssucht bezieht sich entweder auf den Partner bzw. die Partnerin oder auf Kinder. Es können auch beide Abhängigkeiten gleichzeitig vorliegen. Die Auswirkungen und Folgen solcher Suchtprobleme sind für die Betrofenen in jedem Fall bitter: So kann die Beziehungssucht eine Ehe oder Liebesbeziehung sehr beeinträchtigen, bis hin zu einer völligen Lähmung oder Zerstörung. Häufig treten psychosomatische Symptome und Depressionen auf. Nicht selten kommt es auch zu Gewaltätigkeit und Alkoholmißbrauch. Im "Elternkreis" sind besonders Menschen anzutreffen deren Co-Abhängigkeit sich vorrangig in ihrer Beziehung zu ihren drogenabhängigen erwachsenem Kind zeigt.
In diesen Fällen ergänzen sich Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit dann in der Weise, dass eine Suchtpartnerschaft entsteht, mit dem Ergebnis, dass das eine Leiden das andere Verschlimmert.
Aus der Co-Abhängigkeit aussteigen: In den Seminaren geht es in erster Linie darum, dass Angehörige den Mut entwickeln zu einer ehrlichen und gründlichen inneren Bestandsaufnahme bezüglich eigener ungesunder Abhängigkeiten. Ein fundiertes Wissen darum schafft die Voraussetzung, um sich von diesen Gewohnheiten und Süchten zu lösen. Dabei ist es wichtig zu erkennen, das jede Sucht eine Ersatzbefriedigung ist für ein frustriertes Grundbedürfnis. Dieses aufzuspüren und so gut wie möglich zu befriedigen bedeutet letztlich Heilung.
Wir verfolgen diese Ziele aus der Erfahrung heraus, dass in unseren "Elternkreis" Menschen, in der Mehrzahl Frauen kommen, die es sich zu ihrem Anliegen gemacht haben, ihrem süchtigen Angehörign und auch sich selbst zuhelfen. Und unserer Überzeugung nach bsteht die wirksamste Hilfe eben darin, dass ich aufhöre den anderen ändern zu wollen und stattdesse mit dem "Ändern" bei mir anfange, indem ich aussteige aus der Suchtpartnerschaft. Ein solcher "Ausstieg" darf nun allerdings nicht zur Folge haben, dass ich den Anderen "fallenlasse", indem ich z.B. den Kontakt abbreche, sondern soll im Gegenteil bedeuten, dass ich mich für eine von der Sucht unabhängige liebevolle Beziehung engagiere.
Dies führt fast immer durch harte Kämpfe und große Krisen hindurch, und auf diesem Weg kann es sehr unterstütend sein, wenn die oder der betroffene die Möglichkeit einer aktiven Mitarbeit in einer Gruppe und eine fachliche Begleitung wahrnimmt.
Allerdings wird der Ausstieg aus der Co-Abhängigkeit letztlich nur denen gelingen, die bereit sind ihre Persönlichkeit zu verändern.